Samstag, 6. September 2014

Unterhopft und Übertrailed im hohen Atlas, Teil 1 / 7

Riding the highest Mountain in Northern Africa, the

Jbel Toubkal 4.167 m


Ein paar Zeilen als Vorwort:

Schon 2013 fragte mich ein Freund aus Polen (Gimlin der böse Zwerg) ob ich mit ihm nach Marokko komme zum Biken! Freunde von Ihm (http://www.g3riders.com/ das Titelbild ist übrigens von mir) waren 2007 dort und wären voll begeistert gewesen! Ich dachte nur was soll ich den bitte in Marokko, außerdem fährt Chris in einer anderen Liga (Vertride-Style) als wir ... somit war das Thema schnell abgehakt.
Dann tauchte das Werbe/Marketing (is wirklich voll Marketing *gg* ... im Vergleich zu echt) Video von Qloom auf (unter dem Motto "do what you love"). Irgendwie war ich von da an voll begeistert. Bei Chris hörte es sich etwas unsicher an ob und wann sie das durchziehen, und ich wusste wenn nicht sofort dann wirds wohl nix. Also zum Telefon und die Zweiheimischen (Max + Pazi) + Bernardo angerufen. Fix das die gleich dabei waren ;-)

Der erste Trip:

Begann mit der Anreise, nona! Am Flughafen wartete schon das Shuttle (extra mit großem Bus bestellt) auf uns. Naja, egal ... in Marokko gibts keine Transportprobleme. Wird halt aufs Dach bunden, Radl kosten eh fast nix :-)
Von zu Hause hatte ich den ersten Stützpunkt und den Flughafentransfer organisiert. Untergebracht waren wir Bergsteigerdorf Imlil (1.740m) im Dar Assarou (sehr zu empfehlen).

Gleich am 2ten Tag gings dann über Aremd (1.945m) und Sidi Chamharouch (2.350m) mit seiner "berühmten" heiligen, muslimischen Moschee zum Refugio de Toubkal (3.207m). Ist eine Hütte gestützt vom französischen Alpenverein. Zum Glück beherrschen Bernardo, Pazi und Max ein paar Brocken französisch ... ohne wäre es dann doch teilweise schwierig gewesen sich zu verständigen.
Übers Wetter hatte ich mir im Vorfeld eigentlich keine Gedanken gemacht. Angrenzend zur Wüste ... also was soll schon sein außer heiß? Tja, 200 hm vor der Hütte unser erster Regen in Afrika ??? Und das sollte in den kommenden 10 Tagen nicht anders werden ... jeden nachmittag Gewitter und Regen! Haha, warum solls uns anders gehen wie de Leut daham.

das verursachte wohl das erste bauchgrumeln in Max´s bauch ... hätte er doch mit einem bus oä gerechnet wo die bikes rein kommen

links vorne Aremd (1.945m)

das Dorf Sidi Chamharouch (2.350m) mit seinem muslimischen heiligtum. is wohl so ein weißer stein in dem die moschee drinnen ist?

bei jeder Quelle und Gelegenheit bieten die Einheimischen Erfrischungsgetränke an ...

links vorne Refugio "Les Mouflons" und rechts, etwas höher unsere Refugio de Toubkal
Früh am morgen wollten wir starten. Also brachen wir kurz vor 6h auf, es war noch finster. Nach einer halben Stunden merkten wir, und auch die 3 Gruppen die uns nachliefen, aber dann doch das wir falsch waren. Wir waren wohl auf dem Weg zum Lago de Ifni geraten. Also wieder runter zur Hütte und den richtigen Weg nehmen. Aufstieg war "relativ" einfach. Direkt über der Hütte etwas Blockwerk, welches manche auf direktem Weg abkürzen. mit 15 kg Bikes + 6 kg Rucksack am Buckel gingen wir aber den Normalweg.
Zumal ja auch die Luft schon etwas weniger O2 enthält. So ab 3.500 m hab ich das schon recht gut gemerkt. Hastige Schritte, die ganze Zeit quacken oä sind dort oben irgendwie voll .... ja anstrengend halt.


schaut irgendwie voll stylisch aus ... is aber voll anstrengend wenn da fotograph ca 3 minuten lang sagt: woat, a bissl nu... und des ganze quasi mit NULL sauerstoff auf 4.000 m!

die letzten meter

da obmann das tier beim fahren auf über 4.100 m

unsere räder im schutze der gipfelkonstruktion

4.167 m um genau zu sein

de 4 helden


haben sich natürlich bier raufgeschmuggelt

abfahrt beginnt am gipfelplateau sehr chillig

mit nur wenigen und diese zum glück nicht all zu üblen herausforderungen


geht recht flüssig bis zum tizi`n`toubkal auf knapp 4.000 m

unten das tal wo wir rausfahren zur toubkal hütte



der laaange Weg der da unten zu sehen ist war im oberen teil letzen endes eine rieeeesen große schotterreissen. lässig zum "surfen"

bei ca 3.600 m werden die steine größer


tw lässige spielereien möglich

die platten sind unfassbar grippig
Der Berg/das Gebirge bieten echt unfassbare Möglichkeiten an Trails, Wegerln, Blöcken, Platten und SlickRocks. Wirklich krass! Allerdings sollte jeder immer im Hinterkopf behalten das die nächste medizinische Versorgung vermutlich etwas weiter weg ist wie zB in den Alpen üblich! Vermutlich muss zuerst mal einer auf einem Maultier ins Tal reiten (1/2 Tag). Dann einen Arzt auftreiben (1/2 Tag), tja und dann mit dem hinauf Reiten (wieder 1/2 Tag). Wir sind mal nicht davon ausgegangen das uns ein Huberer holt wenn wir uns verletzen, somit haben wir absolut nichts riskiert.

Wenngleich es dort sehr sehr viele biketechnische Leckereien gäbe! Wäre wohl das perfekte Gebiet für Chris (unser Freund aus Polen), die Vertrider und die ganzen guten Bikebergsteiger. Wer weiß, wenn ich viel zum Üben komm fahr ich vlt auch wieder hin und überprüfe meine Skills!

posen muss sogar dort sein

50 m von der hütte entfernt

we did it! war wohl für uns alle der höchste berg mit bike bisher...
Das mit dem Alkohol dort is schon so eine Sache ... I weiß gar nit wie die des aushalten. Is eh klar das imma überall poscht in de Länder. Wenns denen a bissl a Bier gäben und weniger Minztee.... i hätt wohl auch durchdreht müsst i des auf dauer aushalten.
Falls die Reise wer nachmacht, deckt euch gleich in Marrakesch im Supermarkt mit jeder Menge Bier ein. Das dunkelbraune Casablanca schmeckt recht vernünftig. Aus Respekt vor der Kulur dort allerdings "geheim" trinken!
Obacht ist auch geboten bei dem ständigen Minztee-gesaufe von denen. Überall wo du hinkommst gibts gleich mal Minztee. Der aber gleich gesüßt ... man ich war am 2ten Tag schon krass "ÜBERMINZT". Auf dauer ... naja!

Von dem superlässigem Qloom-Video haben wir in Summe vermutlich 3 Stellen gesehen. Wo de Waschln do umagfoan sein .... hmmm ... in shalom!



TAGS: Biken, Mountainbike, hoher Atlas, Marokko

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