Samstag, 6. September 2014

Unterhopft und Übertrailed im hohen Atlas, Teil 2 / 7

Tausend und Eine Spitzkehre, vom

Tizi`n`Aquelzim 3.650 m


Wie die Überschrift schon sagt sollte heute das Spitzkehrenmassaker schlechthin kommen. Im Reiseführer stand 94 enge Spitzkehren ... was will man mehr wenn man eben diese trainieren möchte. Gut erholt waren wir auch, zumal am Vortag auf 4200 m gewesen und auf "nur" 3200 m geschlafen. Bier hatten wir noch jeder ein letztes am Abend und Aufstieg sollten nur 450 hm sein!

frühmorgens ist das beste licht zum fotographieren

im gegenhang ein teil vom toubkal. durch die schleife ersichtlich das ich heute kapitän bin ;-)


irgendwo dort unten sollte imlil sein, unsere basis. leider durch den sand und staub immer recht wenig fernsicht.



tizi`n`aquelzim

unglaublich aber wahr. dort oben am pass is einer gesessen und hat kalte cola verkauft. unsere biervorräte waren ja wiedermal aus, daher dann eben a cola!

eine trekkingcaravane (mit ca 25-30 maultiere) ließen wir passieren und starteten aktion: "killer"

hier begann das gemetzel. hinter dem felsabgrund 2 m vor mir waren sie ...

max und bernie zirkeln in den einstieg ...

hier sind die ersten, der 94 zu sehen. bernie und ich noch eine kurze lagebesprechung... hinterrad oder vorderrad versetzen? welche taktik wird kraftsparender sein...

obmann checkt die einfahrt


tja, und so gehts ewig dahin... bis zum spitz da gaaanz unten...

perfektes trainig ... nix "i geh no mal zurück". sollte mal eine nit klappen, es kommen eh de nexten ;-)
rechts überhalb vom max sieht man die schotterreissen in der die unzähligen spitzkehren waren, und von wo wir herkommen

posen
Ab hier, wo wir posierten, sollte es vermutlich chillig ins Tal zum Refugio Azib Tamsoult (2.250 m) gehen ... Bremse auf und laufen lassen!
Das aber ab hier nochmal ca 40 Spitzkehren kommen ... das hat der Obmann etwas schlecht recherchiert. Es war wirklich ein MASSAKER, die ganze Abfahrt. Normalerweise freue ich mich über jede Spitzkehre, is irgendwie lustig. Aber an dieser Abfahrt hatte ich irgendwie dann auch schon genug!
In dem Fall hatten wir ja auch Schlafsack, Schlapfen, Handtuch und so Graffelwer im Rucksack ... das ihn ja nicht leichter machte und somit bei jedem Versetzer umadumhaut!

Aber trotzdem Saugeil!!!

de gopro am schädel schaut ja mächtig intelligent aus.... OMG



weiter im programm also

mittlerweile fährt sogar da obmann querungen

pazi vorm wasserfall

zur info: wir hatten keine drohne, das gelände ist permanent sehr steil!

regenunterschlupf
An dem Tag überraschte uns das typische Nachmittagsgewitter (angeblich letzte Augustwoche und erste Septemberwoche). Ansich ja nix schlimmes, Max und Pazi hatten mich eh genötigt eine Regenjacke mitzunehmen.
Blöd nur das wir in einer Schlucht saßen. Kein gutes Gefühl, bzw. keine angenehmen Geräusche. Einstimmig beschlossen wir gleich weiter zu fahren, raus aus der Schlucht ... nona. Wir sahen auch Einheimische rauslaufen, sollte also (logischerweise) die Richtige Entscheidung gewesen sein. Schade nur das wir da vollgas rausbrettert sind, war wirklich ein schönes Tal/Schlucht. Aber besser übersehen als ein Stein am Schädel.


endlich heraussen aus der schlucht

kinder hatten immer voll den spaß mit uns. Für die müssen wir wohl wie astronauten oder ausserirdische aussehen?

jeder darf mal fahren

sehr witzige vegetation hier

coole bäume

und der letzte anstieg, nochmal 300 hm zum tizi`n`Mzik, 2.489 m

zuhause die heimlich gebunkerten bierreserven ausgesoffen




TAGS: Biken, Mountainbike, hoher Atlas, Marokko

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