Sonntag, 7. September 2014

Unterhopft und Übertrailed im hohen Atlas, Teil 3 / 7

der Täler- und Magenkreisel durch Valle de Tamatert - Valle De Imenane - Valle De Imlil

Tizi`n`Tamatert 2.280 m / Tizi`n`Aguersioual 2.350 m

Am 5ten Tag unseres Marokko Trip war die Luft schon etwas heraußen. Wir entschieden uns also für eine komode Pässe-Tour. Tizi ... heißt übrigens Pass! Start und Ziel in Imlil, wo ja unsere Basis ist.
Zuerst recht gschmeidig auf einer Hauptverkehrsstraße (*gg*) den ersten Pass hoch, wo, mittlerweile wenig überraschend, wieder einer mit Cola saß.
Dann auf Trails runter ins Tal und auf Trails rüber ins nächste Tal.


auffahrt zum tizi`n`tamatert

abfahrt ins valle de imenane


in motion

die einzige panne in den ganzen 2 wochen. des obmanns neuer sitz begann zu wackeln...

max und pazi bei spielereien. sieht hier voll leicht aus ...
gleiche stelle, anderer blickwinkel ... was die cam-position alles ausmacht. hier siehts plötzlich aus wie es wirklich war!

dann mitten im nirgendwo, ein fußballplatz. das spiel endete 1:0 für max!

lässige architektur, mir als europäer kommt es "einfach in den felsen einipatzt" vor ;-)


hier kamen wir in ein echtes berber-bergdorf

interessant an den lehmhütten: auf jeder ist eine satschüssel!
route principale ... die haben quasi S1 trails mitten im dorf. de holztüren sind haupteingangstüren.
Diese Tour war angesichts der dörflichen Nähe die wir zu spüren bekamen für mich wohl die prägenste, zumindest zum Thema Marokko und Kultur. Wir waren hier im Dorf Ikkis. Scheinbar hat der Bergbau ein Dorf weiter (Amskere) und die dafür nötige Straße dann doch auch den Strom in dieses Dorf gebracht. Daher wohl auch eine Satschüssel auf jedem Lehmdach.
Wie auch immer, der Rest scheint zu sein wie vor vielen vielen Jahren. Wir sind den Kindern wohl vorgekommen wie Spacecowboys, mit unserer grellen Kleidung und den bunten Bikes. Auch in dem Dorf gab es Cola zu kaufen (ja, leider kein Bier und Minztee im Überfluss). Wir kauften welches, tranken die Hälfte und gaben den Rest an die jugendlichen bzw Kinder. Die hatten voll die Freude ... war echt schön. Als Dankeschön zeigten Sie uns schließlich den Weg durch die engen Gassen. Mit den breiten Lenkern wärs tw wirklich fast knapp worden. Und so manches Wegerl im Dorf erforderte sogar Hinterradversetzten um weiterzukommen ????

tja mit auto is in dem dorf wohl eher nix mehr

und auf zum nächsten pass

im hintergrund eine cobalt-mine (so glauben wir zumindest). max die maschiene is den kompletten trail rauf gefahren! respekt!

abfahrt ins valle de imlil. rechts im bild das spitzkehrenmassaker dieses tages. eigentlich ja bei jeder abfahrt!

Aquersioual, 1.600 m ... kaktusfeigen am wegesrand (schmecken übrigens sehr lecker)

wieder ein paar S1 trails mitten im dorf

tja, und das tägliche gewitter! man hat das gestunken. dort in den bergen gibt es keine müllabfuhr. irgendwann landet alles im bachbett. und bei gewitter schwoabts des alles raus, echt schlimm.

und minztee ( :-( ), hurra !!!

nach 1,5h warten auf ein bestelltes Shuttle, dann doch selbst heimgetreten ... terminvereinbarungen sehen die nicht so eng
Da es eine relativ kurze Tour war mit nur 1.100 hm (obwohl das in dem schwierigen Gelände nicht zu unterschätzen ist) gabs noch einen Abschlussbummel durch Imlil. Abschlussbummel weil uns Bernie am nächsten morgen verlassen wird. Sehr interessant. Zum Glück haben wir den Reisezeitraum großzügig ausgelegt und konnten so das Leben in Marokko auch etwas in uns aufsaugen!
tajine

dorfstraße

kaktusfeige ... also das was die beiden da Essen

heute abgend gibts dann wohl Met-Tajine
An dem Tag hatte sich Max den Magen/die Verdauung übel beleidigt. War es das Cola aus dem Hähnchenkühlschrank in Ikkis, die "Überanstrengung" weil diese Maschiene auch bergauf alles gefahren ist, der gefühlt 137 te Minztee, das hastig getrunkene kalte Getränk in Aquersioual, die Kaktusfeigen oder der Abschiedsschmerz von Bernie ... wir wissen es nicht. Es hatte aber doch Einfluss auf den weiteren Reiseverlauf.
Wie auch immer Bernie musste uns am kommenden Morgen verlassen. Schade, aber die Touren bis hierher machten auch alle Spaß!
kaktusfeige entwickelt sich voll zum renner

tschüss bernie ... und sein rad *gg*


Tajine:

Quelle: Wikipedia
Die (auch der) TajineTagine oder auch Tadschiin (arabisch ‏طاجن‎, DMG ṭāǧin, pl. ‏طواجن‎ / ṭawāǧin, „Kasserolle“) bezeichnet in der nordafrikanischen Küche ein rundes, aus Lehm gebranntes Schmorgefäß mit gewölbtem oder spitzem, d.h. konischem Deckel, als auch das darin gekochte Gericht.[1]
„Der Lehm - ein feinporiges Material, das beim Erhitzen elastisch reagiert, weshalb eine gute Tadschiin auch bei abruptem Temperaturwechsel nicht zerspringt - schützt das Essen vor dem Verbrennen und leitet die Hitze gleichmäßig weiter, so dass der Inhalt schonend gegart wird. Der Topf besteht aus einer Schale, in der die Zutaten übereinander gelegt werden, und einem spitzen (arabischen) oder gewölbten (berberischen) Deckel, der die Hitze konstant hält.“
– Florian Harms: Kulinarisches Arabien[2]




TAGS: Biken, Mountainbike, hoher Atlas, Marokko

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