Sonntag, 18. September 2016

Übertrailed und Unterhopft im Elburs-Gebirge, Teil 4

Pol-e Zanguleh - Baladeh Road


Am Weg nach Polour/Rineh entschieden wir uns die oben genannte Straße zu nehmen. Ist halt dort einfach eine Straße. Das diese Pässe mit 3.200 m beinhaltet ... juckt dort niemand. Wir mussten halt rüber ... was für ein Glück, haha.
Wenn ich bedenke das zB die Glocknerhochalpenstraße eins der best besuchten Touristenziele in Ö ist ... seltsam was dort so cool sein soll.

Übernachtet haben wir beim Mechaniker von Kamarbon. Was für ein riesiger Mann. Also wirklich riiiiiesig der Kerl. Hände, man o man, so was hab ich noch nicht gesehen. Wie kam es eigentlich dazu? Saman und Leyla mußten wieder nach Teheran und nahmen und ein Stück mit. Unser Plan war wieder irgendwo am Berg im Freien zu schlafen. Evtl finden wir auch eine alte Hütte oder so was. Wie auch immer, Saman wollte das nicht. In Kamarbon, ein Dorf auf 2.700 - 2.800 m mit ca 10 Häusern, fing Saman an bei den Häusern zu läuten.
Der Mechaniker öffnete, räumte sein Zimmer (er schlief am Gang/im Vorraum ???) und wir dann in seinem Schlafzimmer. Dem noch nicht genug, seine Mutter kam, es war schon 01:00h in der Früh, noch mit etwas frisch gekochtem zum Essen. Wir konnten 4 der 5 Gerichte nicht identifizieren, hatten absolut keinen Hunger und waren nur müde. Essen hat uns dann trotzdem geschmeckt, was auch immer es war!
Obwohl wir kein Farsi sprechen und der Mechaniker keine uns bekannte Sprache hatten wir so noch bis ca 02:30 h richtig Spaß. Am meisten war er auf seine blonde Tochter stolz, ist ja sehr selten im Iran. Da wir schon eine Weile unterwegs waren und quasi alle Mitbringsel ausgeteilt hatten, hatten wir nur mehr Haribo Gummibären für sie. Sie freute sich aber trotzdem.
Somit hatten wir wieder eine coole Nacht, auf weichen Teppichen in warmen Räumen anstatt kalten, steinigen Boden auf zu dünnen Schlafsäcken. Gelobtes Land!


Keine Ahnung wer oder was, er wollte, so wie fast alle Iraner mit denen wir sprachen, ein Foto

The Mechanic und wir...um 02:30h

Sein Mäderl

Seine Werkstatt

Raufstrampeln zum Pass .... oh neeeeeiiiiiin

Haha, is erste Auto hat uns quasi gezwungen mitzufahren


Was eh nicht schlecht war, hat sich der Obmann mit den Höhenmetern eh bissl verschätzt

So siehts da im Winter aus... Foto hab i vom Internet gestohlen

Das Tal im Hintergrund rollen wir raus. Trail gibts da runter leider in dem Sinn nicht

Dennoch

Schafft der Obmann, der Vollpfosten, es 

einen Stein aufzugabeln....

Und Überall Bienenstöcke

Jetzt hat Milka den totalen Durchblick
Aufgrund der Wetterprognosen ließen wir einen weiteren geplanten Berg quasi rechts liegen. Den Azad Kuh mit seinen 4.355 m! In einem Tag würden wir ihn nicht schaffen. Wenn wir allerdings 2 Tage vertrödeln wäre die Prognose für den Damavand wieder so das wir den in 2 Tagen machen müssen (was aber letztlich eh so gekommen ist). Somit mal vorbei an dem. Auch aufgehoben für das Finale am Alam Kuh ... wer weiß, vielleicht schon 2017.

Azad Kuh! Der Mann im Vordergrund hat sich gleich für 2017 als Host angeboten? Echt awesome hier die Leute. Sein Haus ist das Rechts! Ist vorgemerkt!


Grüne Oase

Milka chillt

Schön langsam wirds richtig heiß, überraschender Weise gegen Mittag?

Na dann nehmen wir halt einen LKW. Unser Glück war wieder mal das uns der Quasi bis zum Damavand bringt. Fahrräder fachmännisch mit Stahlseil niedergespannt ...

Polour

Das erste Mal den Blick auf den Damavand


Im Polour Shelter checken wir gegen 18h ein. Bezahlen die Übernachtung (5 € / P), das Permit (50$ / P) und fahren nach Polur runter zum Essen.
Als wir so am Teppich hocken fährt ein Kleinbus vor. 3 junge Männer in voll lässiger Freeridepanier hüpfen raus und die so zu uns: "Hej, vo wo sats den es?". Wir so: "aus Österreich, und es?" ... Haha, waren das die 3 Österreicher von denen uns am Alam Kuh erzählt wurde. Die machen wohl so eine Fotostory für eine Bikezeitung. Dem Einen seine Cam wog auch gefühlte 5 kg; werden die schon gute Fotos machen? Wie auch immer, wir befragten uns kurz, quasi was macht ihr, was machen wir, was sollen wir noch machen, was sollt ihr noch machen und verabschiedeten uns recht schnell wieder. Wie sich herausstellte wollten die auch am Damavand mit den Bikes. Schafften es allerdings nur bis 5.000 m. Sie Prophezeiten auch irgendwie unfahrbar usw.... naja, egal das wurde uns eh schon öfter so mitgeteilt.
Wir tauschten noch Nummern für eine evtl gemeinsame Nummer am Ende der Woche, woraus leider eh nix wurde.
So klein ist also die Welt, oder "de scheiß Ösis kreulen ah überoi umma!"




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